Weder Fisch noch Fleisch

Unternehmertreffen mit Veganz-Gründer Jan Bredack

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Veganz ist nicht nur die erste vegane Supermarktkette Europas, sondern mit seinen eigenen Produkten mittlerweile in vielen Drogerie- und Supermärkten präsent. Ein Treffen mit Veganz-Gründer Jan Bredack

Mit einem Vorteil über Veganern wollte Veganz-Gründer Jan Bredack gleich am Anfang aufräumen. Nämlich, dass Veganer impotent seien. "Ich habe sieben Kindern von drei Frauen", verkündet der ehemalige Daimler-Manager nicht ohne Stolz beim VBKI-Unternehmertreffen im Hotel i31. "Veganz - wir lieben Leben", wie passend.

Jan Bredack, 44 Jahre alt, hat das Unternehmen 2011 von Russland aus in Berlin gegründet. Die Idee: die erste vegane Supermarktkette Europas. Bredack kam über seine zweite Frau vom Fleisch weg und wurde über Nacht zum Vegetarier. Weil er in Deutschland (im Gegensatz zu Russland etwa) nicht ohne Weiteres fleischlos einkaufen konnte, machte er seinen eigenen Supermarkt auf. Mittlerweile gibt es europaweit zehn Standorte.

Inzwischen hat er die Marke entwickelt: Veganz stellt mihilfe von 250 Mitarbeitern 150 Produkte her, die in mehr als 7000 Märkten (Edeka, dm, Kaisers, Rossmann, ...) verkauft werden. Bis Ende des kommenden Jahres sollen es 300 Produkte sein. Denn Veganz wächst rapide: "2016 machen wir einen Umsatz von 50 Millionen Euro. Letztes Jahr waren es noch 22 Millionen", sagt Bredack.

Dabei gab es auch (vermeintliche) Rückschläge: Der dm-Vertriebsstart begann mit einem Rückruf. In einem Hanfprotein war zuviel THC enthalten. Die WELT meldete: "Bekiffte Kleinkinder – dm ruft Hanf-Pulver zurück"  Aber alles nur halb so schlimm. "Am nächsten Tag warteten überall Leute vor dm-Märkten, um sich das Hanfprotein zu kaufen", berichtet Bredack.

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