Unregierbar?

Foreign Policy Lunch zu den Regeln der italienischen Politik

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

In 72 Jahren hatte Italien bisher 64 Regierungen, die 65. Regierungsbildung lässt noch ein wenig auf sich warten. War Deutschland Vorbild für das Warten? Jörg Bremer, Auslandskorrespondent der FAZ führte rund 50 VBKI Mitglieder in die Regeln der italienischen Politik, in die Historie der so unterschiedlichen Bündnispartner '5 Stelle' und der Lega Nord ein. Jörg Bremer hat nicht nur viel Erfahrung mit Italien – er ist nun seit fast 10 Jahren in Rom und überall dort, wo sich Wichtiges in Italien abspielt – sondern auch viel Humor. Und so wurde bei diesem Foreign Policy Lunch auch viel gelacht.

In Italien kümmerte man sich bisher mehr um Personen als um Programme – 40 Seiten Programm ist schon fast das Maximum. Auch die Person Berlusconi ist immer noch da – er war der längste Ministerpräsident: 3297 Tage  im Amt und jetzt ist er wieder da – so da wie nie… Er darf wieder gewählt werden und er möchte es auch. Wird es Neuwahlen geben? Wird Berlusconi der Begünstigte sein?  So konkrete Antworten konnten wir nicht aufschreiben, aber Jörg Bremers trauiges und trostloses Fazit war „Italien wird als starker Partner Europas ausfallen“. Also doch eine Tragödie?

Heimo Richter, Mitglied im Ausschuss für Internationale Politik und Wirtschaft, versucht bei der Einführung ein wenig Optimismus auf das Schauspiel in Italien zu werfen, das sich zwischen Drama und Tragödie bewegt. Viele hatten ein Schmunzeln auf den Lippen nach dem Abriss über die aktuelle politische Situation in Italien, aber so richtig optimistisch ging keiner aus dem Foreign Policy Lunch.

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