Marktführer „Made in Berlin“

Die Berliner Seilfabrik produziert Spielplatzgeräte für die ganze Welt

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Mit einem Jahresumsatz von rund 15 Millionen Euro gehört die Berliner Seilfabrik zu den wichtigen Akteuren der Berliner Wirtschaft. Das Familienunternehmen produziert Spielgeräte für Spielplätze auf der ganzen Welt.

So ein Unternehmertreffen gibt es nicht oft: Wir präsentieren ein Berliner Unternehmen, das älter ist als der VBKI selbst. Der Inhaber und der Geschäftsführer, der Tüftler und der Vertriebsmann, der Vater Karl und der Sohn David Köhler, stellten die Berliner Seilfabrik GmbH vor, die 1865 gegründet wurde – kurz nachdem das Stahlseil erfunden worden war. Dementsprechend lag der Schwerpunkt des Unternehmens zunächst auf der Seilproduktion für industrielle Zwecke, vor allem für Personenaufzüge. Heute steht der Name des Unternehmens für Spielgeräte auf höchstem Qualitätsniveau.

Sein Hauptgeschäft macht der Marktführer für Seilspielgeräte im Ausland, vor allem in den USA, aber auch in Südamerika, Australien und neuerdings verstärkt in Osteuropa. Aber auch in Deutschland, wo vor allem die öffentliche Hand Auftraggeber ist, sieht das Unternehmen noch Wachstumspotenzial, „weil wir früher hier zu wenig gemacht haben. Wir waren im innerdeutschen Vertrieb einfach schlecht“, gibt Köhler Senior zu.

Das Innovationspotenzial des Unternehmens ist hoch: Die „Berliner“, wie sie in den USA genannt werden, halten 15 internationale Patente und entwickeln ihre Spielgeräte immer weiter, „damit dien Chinesen nicht so leicht kopieren können“ und neue Patente den alten folgen.

Die Motivation des Teams ist groß und auch Geschäftsführer David Köhler hat als junger Vater nicht nur das Geschäftliche im Sinn: „Wir wollen die Spielplätze lebendig machen und keine Themen auf den Spielplätzen vorgeben, um der Kreativität freien Lauf zu lassen.“ Die Leidenschaft für die eigenen Produkte ist sicher Teil des Erfolges. Denn günstig sind die die Berliner Spielgeräte nicht. Das einfachste Modell gibt es zwar schon ab 4.000 Euro, durchschnittlich müssen die Kunden für ein Gerät zwischen 20.000- 30.000 Euro ausgeben. Für den einen oder anderen Bauträger ist das zu viel, wenn die Spielplätze erst am Ende gebaut werden und das Budget schon fast aufgebraucht ist. Nichtsdestotrotz: Das schnelle Wachstum und die internationale Expansion sprechen für sich und nicht zuletzt funktioniert auch hier: Made in Berlin.

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