Ein Herz für Hightech

Unternehmertreffen mit der Berliner Heart GmbH

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Weltweit leiden 20 Millionen Menschen an Herzerkrankungen – viele von ihnen benötigen Spenderherzen. Allerdings können nur etwa ein Viertel der erkrankten Menschen auf eine Transplantation hoffen, die Wartezeiten sind lang. Hier setzt das Medizintechnikunternehmen Berlin Heart aus Steglitz an.

Nach der Begrüßung durch VBKI-Geschäftsführer Udo Marin stellte Berlin-Heart-Geschäftsführer Dr. med. Ares K. Menon vor rund 50 Mitgliedern und Gästen des VBKI das Geschäftskonzept des 1996 gegründeten Unternehmens vor. Im Zentrum stehen Entwicklung, Produktion und Vertrieb von sogenannten Herzunterstützungssystemen. Diese   Ventricular Assist Devices unterstützen Patienten dabei, die Wartezeit auf ein Spenderherz zu überbrücken. Besonders erfolgreich ist das Unternehmen bei der Versorgung von schwer herzkranken Kindern: Nur mit dem EXCOR-Pediatric-VAD-System können Kinder allen Alters lebensrettend unterstützt werden. Ziel dieser Therapieform: Die Patienten sollen erfolgreich einer Transplantation zugeführt werden oder auch die Erholung des Herzens unterstützt werden.

Im (weniger betreuungsintensiven) Erwachsenen-Sektor, auf den sich die in Steglitz ansässige Firma künftig stärker konzentrieren will, stellt Berlin Heart auch miniaturisierte Turbinen her, die als dauerhafte Therapie herzschwache Patienten jahrelang vor dem sicheren Herztod bewahren können. Die sogenannte Destination Therapie (DT) ist ein großer Wachstumsmarkt und richtet sich an jene Patienten, die nicht mehr mit einer Transplantation – etwa aus Altersgründen – rechnen können.

Wachstum ist ein zentrales Stichwort für die Geschäftsstrategie in den kommenden Jahren. Laut dem Geschäftsführer werden derzeit 40 Prozent des Unternehmensgewinns reinvestiert. In 46 Ländern ist die Firma bereits vertreten, von der medizinischen Beratung der Ärzte über die Implantationen hin zur Anschlusstherapie und dem technischen Kundendienst – Berlin Heart ist stets der Ansprechpartner und Koordinator. Im Berliner Firmensitz arbeiten 230 Mitarbeiter. Ein eigenes Trainingszentrum bietet Schulungen an, klinische Studien werden vorangetrieben.

Herr Dr. Menon war nach seiner Ausbildung zum Herzchirurgen an den Universitätskliniken Düsseldorf und Tübingen zunächst im Uniklinikum Gießen und anschließend am Universitätsklinikum der RWTH Aachen als Oberarzt in der Herz- und Gefäßchirurgie tätig. In Aachen hat er das Ressort für Herzunterstützungssysteme aufgebaut und geleitet. Die Unternehmenskultur der Berlin Heart GmbH bewog ihn dazu, die Geschäftsführung zu übernehmen. Nach seinem Start bei Berlin Heart 2013 als Bereichsleiter für klinische Fragen und den Direktvertrieb Deutschland verantwortete Dr. Menon ab Mitte 2013 den Bereich Global Sales und fungierte als Medical Director. Seit Oktober 2014 ist er Geschäftsführer zusammen mit Herrn Sven-René Friedel.

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier.