Businessbreakfast mit Dr. Christoph Franz

Der Lufthansa-Chef über Marktturbulenzen

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Foto: VBKI

Im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung von VBKI und IHK Berlin fordert der Lufthansa-VV mit Blick auf die BER-Debatte eine Rückkehr zur Sachlichkeit.

„So einen Sitzladefaktor wie hier würde ich gern in jedem unserer Flieger erleben – vor allem in der Businessclass!“ Mit dieser Begrüßung hatte Christoph Franz die Lacher im Publikum auf seiner Seite. Vor vollem Saal sprach der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG am 17. Januar im Rahmen eines gemeinsamen Businessfrühstücks von VBKI und IHK Berlin.

Nach der Begrüßung durch VBKI-Präsident Markus Voigt betonte der Konzernchef in seinem Vortrag die große Bedeutung der Luftfahrt als Wachstumsbranche für den Wirtschaftsstandort Deutschland im Allgemeinen und für Berlin als Touristenmagnet im Besonderen. „Wir brauchen den Luftverkehr auch aufgrund seiner positiven wohlstandsfördernden Effekte“, so Franz. 

Rückblickend sei das Jahr 2012 ein turbulentes gewesen – mit steigenden Kerosinkosten, massivem zum Teil auch staatlich gestützten Wettbewerb, Luftverkehrsteuer und Emissionshandelssystem. Auch 2013 werde ein herausforderndes Jahr, prognostiziert der Lufthansa-Chef. Doch „Jammern hilft nicht, sondern Handeln“ erklärt Franz und fordert in Hinblick auf die Diskussionen um die BER-Eröffnung eine Rückkehr zur Sachlichkeit. Tegel müsse nun ertüchtigt werden, in der Übergangsphase als Hauptstadtflughafen zu funktionieren und eine repräsentative Visitenkarte Berlin darzustellen. Viele Großprojekte, wie der Suezkanal oder der Gotthardtunnel, seien schließlich mit erheblicher Verspätung fertiggestellt und dann als Meilensteine der Architektur gefeiert worden.