Die Berliner Wirtschaft präsentiert Ideen für Berlin – und feiert ein rauschendes Sommerfest

800 VBKI-Mitglieder und geladene Gäste beim Sommerfest der Wirtschaft 2019

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Foto: Phil Dera

Der Wettergott präsentierte sich bester Laune und bescherte dem Sommerfest der Wirtschaft 2019 einen wohltemperierten Rahmen.

Rund 800 VBKI-Mitglieder und geladene Gäste waren der Einladung des VBKI gefolgt und verwandelten das Schöneberger EUREF-Gelände in eine Partymeile erster Güte. Zu feiern gab es einiges zwischen Wasserturm und Schmiede – zuallererst natürlich den runden Geburtstag des VBKI, der vor genau 140 Jahren von Berliner Kaufleuten gegründet wurde.
 
In seiner Begrüßungsansprache hob VBKI-Präsident Markus Voigt hervor, dass sich an der Mission des Vereins seit Gründung nichts geändert habe: „Es ging und geht auch heute noch darum, aus einer starken Verbundenheit heraus die Stadt und ihre Zukunft mitzugestalten. Und ich denke, das ist heute nötiger und wichtiger denn je. In diesen Zeiten des schnellen Wandels müssen wir uns als Unternehmer, Bürger und Fans dieser Stadt zivilgesellschaftlich organisieren“, sagte Voigt vor zahlreichen prominenten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
 
Erschienen waren neben dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, auch Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Bündnis 90/ Die Grünen), Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD), Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD), FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja, Antje Kapek, Fraktionschefin Bündnis 90/ Die Grünen, SPD-Fraktionschef Raed Saleh sowie der Präsident des 1. FC Union, Dirk Zingler.
 
Erstmals wurde der traditionellen Netzwerkfunktion des Festes eine starke inhaltliche Komponente vorangestellt. Beim ersten VBKI-Symposium präsentierten und diskutierten die VBKI-Ausschüsse Gesundheit, Immobilien und Finanzen, Intelligente Infrastruktur, Mobilität und Wissenschaft in Workshops ihre Agenden für die Zukunft der Stadt. Diese Leistungsschau der VBKI-Gremien mündete in ein Werkstattgespräch, in dessen Rahmen VBKI-Präsident Markus Voigt und der Regierende Bürgermeister von Berlin die VBKI-Vorschläge diskutierten. 
Wichtiges Thema war natürlich der Mietendeckel. Dazu sagte VBKI-Präsident Markus Voigt: „Das Wachstum dieser Stadt bringt Herausforderungen mit sich. Aber die Lösung kann doch nicht darin bestehen, die Stadt bewusst ins investitionspolitische Abseits zu schießen und das Wachstum selbst abzuwürgen! Man kann sich nur wiederholen: Wer Spekulation und Preisdruck bekämpfen will, muss das Übel bei der Wurzel packen und den Mangel beseitigen. Wir brauchen mehr Wohnungen und weniger Politrezepte von vorgestern.“ Bei der Suche nach Lösungen der Wohnungskrise sicherte Voigt dem Regierenden die Unterstützung und die Expertise der im VBKI versammelten Unternehmerinnen und Unternehmer zu.
 
Auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller stellte klar, dass der Neubau von Wohnraum für ihn das wichtigste Instrument zur Bekämpfung von steigenden Mieten sei. Beim Thema Mietendeckel sei "das letzte Wort noch nicht gesprochen".
 
Auf dem Symposium konstituierte sich auf Initiative von VBKI und Egon Zehnder auch das Forum „CEOs for Berlin“. Das Forum versteht sich als Austauschplattform von Spitzenvertretern der Berliner und Brandenburger Wirtschaft sowie Wissenschaft und wird künftig mindestens einmal im Jahr zusammentreten. Ziel des Forums ist es, den Austausch und die Meinungsbildung auf höchster Unternehmensebene zu fördern, der Landespolitik als Resonanzraum zu dienen und Zukunft der Metropolregion konstruktiv zu begleiten. Zur konstituierenden Sitzung waren 30 CEOs gekommen.
 
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