Not macht erfinderisch…

Ein Gespräch über den Kunstmarkt in Covid-Zeiten

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Foto: VBKI

Der Popstar der Berliner Galeristen Johann König sprach Allround-Allstar-Auktionator Dr. Kilian Jay von Seldeneck im Hinterhof der St. Agnes Kirche in Berlin Kreuzberg.

Die Coronavirus-Pandemie zieht weite Kreise und auch der Kunstmarkt bleibt dabei nicht verschont. Die tiefen Einschnitte und Auswirkungen sind bereits bei allen Akteuren und Institutionen stark spürbar durch temporäre Schließungen, Ausfälle oder Verschiebungen - beinahe 90 Prozent der laufenden oder geplanten Ausstellungen, und Residenzen wurden abgesagt. Die finanziellen Auswirkungen auf die Existenzen sind verheerend.

Doch die Stimmung war bereits vor der andauernden Pandemie bei beispielsweise den Berliner Galeristen gedrückt. Das alarmierende Ergebnis einer repräsentativen Online-Umfrage, die der VBKI und der Landesverband Berliner Galerien (lvbg) gemeinsam unter fast 200 Berliner Galeristen durchgeführt hat, zeigte auf das mit dem Wissen von heute 84 Prozent der Galerienbetreiber keine Galerie mehr eröffnen würden.

Aber innovative, kreativ Reaktionen auf die Krise würde man sicher zuerst auch in der Kreativ- und Kulturwirtschaft vermuten. König und Kilian haben die Beweise: Sie haben die die Chance auf Innovation und Reflexion genutzt, während Künstlerverbände, Kulturrat und Kulturschaffende fordern zunächst sofortige staatliche Förderung, mehr Einsatz vom Bund durch Aufnahme in das Konjunkturprogramm, sowie eine zügige Rücknahme des Mehrwertsteuersatzes von neunzehn Prozent auf Kunst. Der deutsche Galerist Johann König signalisierte, der Kunstmarkt braucht eine passende Plattform ohne mangelnde Preistransparenz, bei der der Profit an der Erschaffer und nicht an den Verkäufer geht. Kunst Kaufen ist und soll eine direkte Kunstförderung sein. So bringt Johann König über die selbst geschaffenen „Corona-Ersatz-Messe“ , die sogenannte Messe in St. Agnes an Mann und Frau und Kilian von Seldeneck über seine Auktion am 8. Juli. Wir möchten Sie ermutigen, ebenso aktiv zu sein und zum Kunstförderer werden!