Kunstszene Charlottenburg

Die Galerienszene entdeckt den Westen neu

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Foto: Niche

VBKI-Mitglieder erhielten exklusive Einblicke in Ausstellungen anlässlich des Berlin Gallery Weekends

Seit 2005 findet das Gallery Weekend alljährlich in Berlin statt. Es stellt das wichtigste Kunstereignis des Jahres dar und lockt Sammler wie Kuratoren aus aller Welt an. Die teilnehmenden Galerien eröffnen zu diesem Anlass exquisite Ausstellungen mit Werken ihrer profiliertesten Künstler; die Stadt ist an diesen Tagen voll von hochkarätiger Kunst.
Die für den VBKI konzipierte Führung hat sich auf aktuelle Tendenzen des Kunststandortes Charlottenburg konzentriert, der sich in den letzten fünf Jahren enorm entwickelt hat. Drei der vier besuchten Galerien sind renommierte Teilnehmer des diesjährigen Gallery Weekends während es sich bei der ersten Galerie um einen spannenden Neuzugang zur lokalen Kunstszene handelt. Vor Ort haben die Direktoren der Galerien auf die Teilnehmer gewartet und ihnen in exklusiven Gesprächen jeweils den Hintergrund der Institution erläutert sowie eine Einführung in die Vita und das Werk der ausgestellten Künstler gegeben.

NBA
Die neueröffnete NBA Gallery ging hervor aus der Galerie Neumeister Bar-Am, die sich schon kurz nach ihrer Eröffnung 2013 aufgrund des unkonventionellen, internetaffinen Ausstellungsprogramms einen Namen in der Berliner Galerienszene gemacht hatten. Die Direktoren der zum Gallery Weekend daraus neu ausgegründeten NBA Gallery, Barak Bar-Am und Tal Sterngast stellten der Gruppe das Programm sowie die Eröffnungsausstellung ihrer Galerie vor und führten in das Werk von Moshe Ninio ein, einem der renommiertesten israelischen Künstler der Gegenwart.

MAX HETZLER
In der international operierenden Galerie Max Hetzler hat Frau Satkeová die Gruppe empfangen, das Künstlerprogramm sowie die einzelnen Arbeiten der aktuellen Ausstellung vorgestellt. Dabei war die zweite Soloausstellung des französischen Künstlers Loris Gréaud auch als sinnliches Gesamtkunstwerk konzipiert.

MEHDI CHOUAKRI
Die Galerie Mehdi Chouakri gehört seit den 1990er Jahren zu dem festen Kern der Berliner Galerienszene, hat Mitte aber erst vor einem Jahr hinter sich gelassen, um sich an gleich zwei Standorten in Charlottenburg niederzulassen. Einer der profiliertesten Künstler, der von der Galerie vertreten wird, ist zugleich einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart: Hans-Peter Feldmann. Frau Ludwig hat die Teilnehmer anhand verschiedener Werkgruppen durch vier Dekaden seines künstlerischen Schaffens geführt – um zuletzt seine neuesten eigens für das Gallery Weekend angefertigten Werke in Augenschein zu nehmen.

CFA
Auch die Galerie Contemporary Fine Arts hat einen ereignisreichen Weg beschritten, seit sie 1992 gegründet worden ist: Ursprünglich in Charlottenburg beheimatet, zog sie 1996 nach Mitte, um sich dort als eine der bedeutendsten Galerien der Stadt zu etablieren – nur, um 2016 nach Charlottenburg zurückzukehren. Dort präsentiert sie in einer Gründerzeitwohnung und einem ebenerdigen Ladenlokal zumeist zwei Ausstellungen etablierter wie aufstrebender Künstler. Frau Belcredi ermöglichte der Gruppe einen ausführlichen Einblick in die Werke von Huma Bhaba, die mit der Ausstellung ihren Einstand in der CFA Galerie feiert. Der amerikanische Künstler Raymond Pettibon gehört hingegen zum festen Repertoire der Galerie und zeigt dort anlässlich des Gallery Weekends seine neunte Einzelausstellung …No Hugs Coming, mit eindrücklichen Zeichnungen, die in dichter Folge die Wände der Galerie bedecken. Pettibon war erst 2017 im New Museum zu sehen.

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Datum: Mi, 9.05.2018 - 11:58 Uhr