Eine Schöpfung der Schiene

Besuch der Ausstellung „Unvollendete Metropole: Städtebau für Groß-Berlin“

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Foto: VBKI

Wie hat sich Berlin seit dem Groß-Berlin Gesetz von 1820 städtebaulich entwickelt und welche Potenziale resultieren daraus für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg heute und in der Zukunft? Diesen und anderen Fragen ging der VBKI bei einem Besuch der Jubiläumsausstellung des Architekten- und Ingenieurvereins zu Berlin-Brandenburg, „Unvollendete Metropole: Städtebau für Groß-Berlin“ nach.

Laut den Kuratoren der Ausstellung prägten vor allem fünf räumliche Faktoren die Entwicklung der Metropole Berlin: Zentren-Vielfalt, Wohnungsfrage, Verkehrsfrage, Freizeit- und Erholungsflächen sowie Verteilung von Großprojekten der Infrastruktur, der Industrie und des Militärs.
 
Vorgestellt wurden uns die Faktoren anhand exemplarischer Orte und Projekte, die Groß-Berlin verändert haben oder die Metropole Berlin heute verändern. So lernten wir zum Beispiel, dass Groß-Berlin, heute eine Autometropole, eine Schöpfung der Eisenbahn war. Denn erst der Schienenschnellverkehr ermöglichte den Bau von Vororten. Denn eines scheint sich über all die Jahre nicht gewandelt zu haben: Wohnungsknappheit und ein Mangel an bezahlbaren Wohnraum begleiteten die gesamte Geschichte von Groß-Berlin.
 
Zum Abschluss des gelungenen Ausflugs besichtigten wir noch den Lichthof im Peter-Behrens-Bau und bestiegen seinen Turm um die großartige Weitsicht über Berlin zu genießen.