Ein digitales Kochbuch

Das Berliner Start-up „Kitchen Stories“ beim Unternehmertreffen

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Pancakes, Rindfleisch mit Brokkoli – oder sollen es doch lieber die Kürbis-Gnocchi sein? Mit der App „Kitchen Stories“ kann der passionierte Hobbykoch aus dem Vollen schöpfen, 2000 Rezeptvideos sind auf der Plattform hinterlegt.

Und es werden täglich mehr, wie Verena Hubertz, Gründerin und Geschäftsführerin des Berliner Start-ups, beim von VBKI-Präsidiumsmitglied Verena Pausder moderierten Unternehmertreffen berichtete. Bis zur anvisierten Zielmarke – 100.000 Rezepte – ist aber noch einiges an Wegstrecke zurückzulegen. Die Richtung stimmt jedenfalls: Was vor 5 Jahren mit 100 Videos begann, hat – Stand heute – 18 Millionen Nutzer, vorwiegend in China, Deutschland und den USA.
 
 
Die App funktioniert im Grunde wie ein digitales Kochbuch: Die Rezepte werden als Kurzfilm präsentiert und laden zum Nachkochen ein. Eine Einkaufsliste gibt’s als Service obendrein, künftig sollen die Nutzer – basierend auf dem bisherigen Kochverhalten – auch personalisierte Rezeptvorschläge erhalten. Um die angestrebten 100.000 Rezeptvideos zu erreichen, möchte Verena Hubertz die App perspektivisch öffnen und zu einer echten Community umfunktionieren.
 
Begonnen hat die Story von Kitchen Stories vor 5 Jahren mit einem Startkapital von 25.000 Euro, die ersten Investoren stammten aus dem Kreis „Friends, Family and Fools“. Die Geschichte nahm schnell Fahrt auf, bereits 2017 – kaum drei Jahre nach Gründung – wurden Plattform und Marke an eine Bosch-Tochter verkauft.
 
Aber: Wie lässt sich mit dem Angebot Geld verdienen? Zu den bisherigen Einnahmequellen zählte vor allem Product Placement, etwa aus dem Bereich der in den Kochvideos verwendeten Zutaten oder der benutzten Küchengeräte. Auch sammelt die Plattform Informationen über das Koch- und Einkaufsverhalten der Nutzer, die für den beispielsweise für den Einzelhandel durchaus interessant sein können. Künftig könnte die Nutzung der bislang kostenlosen App auch Geld kosten – beispielsweise im Rahmen eines Abo-Modells.