Silicon Wadi

Foreign Policy Lunch mit dem israelischen Botschafter

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Das Land ist klein, arm an Rohstoffen und liegt in einer der konfliktreichsten Region der Erde. Dennoch – oder gerade deswegen – zählt Israel zu den innovativsten Staaten der Welt, zahlreiche neue Technologien haben ihren Ursprung in der „Start-up-Nation“.

Den Weg Israels zu einem der Tech-Treiber der Welt zeichnete der Botschafter des Staates Israel in Berlin, H.E. Jeremy Issacharoff, nach. Im Gespräch mit VBKI-Präsidiumsmitglied Lars Zimmermann erläuterte der Diplomat beim Foreign Policy Lunch das Erfolgsrezept der israelischen Tech-Industrie. De Ausgangspunkt bildet das insgesamt hohe Ausbildungsniveau im Land, gepaart mit der Bereitschaft vieler Hochschulabgänger, sich beruflich mit Digitalthemen auseinanderzusetzen und selber Start-ups zu gründen. Tatsächlich liegt der Anteil der israelischen Absolventen, die später bei Tech-Unternehmen anheuern oder selber gründen in etwa doppelt so hoch wie bei US-amerikanischen Absolventen. Mit zu dieser Entwicklung beitragen mag auch, dass der Staat Unternehmensgründungen mit günstigen Krediten fördert.
 
Weitere Treiber des Tech- und Digitalstandorts im Nahen Osten sind der starke Fokus Israels auf Forschung und Entwicklung, ausreichend Venture Capital sowie die Rolle der israelischen Streitkräfte als Innovationsmotor. Insgesamt eine günstige Gemengelage, um vielen Tech-Themen den eigenen Stempel aufzudrücken.
 
Von der traditionell engen Zusammenarbeit mit Deutschland verspricht sich der Botschafter auch in Zukunft viel. Als beispielhaft nannte er die studentische Zusammenarbeit bei einem Cyber Security Projekt des Fraunhofer Institut, bei der deutsche Disziplin und israelisches „out oft he box thinking“ produktiv harmonierten. Auch bei Mobilitätsthemen sieht er in der deutsch-israelischen Kooperation großes Potenzial – etwa wenn es darum geht, deutsches Automobil-Know-how mit israelischen Tech-Wissen zu verknüpfen.
 
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