Raketen, Bürosalate und musikalische Lightshows

Ein Besuch an der CODE University ist wie eine Reise in die Zukunft

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Die CODE University ist eine staatlich anerkannte Privatuniversität, die das Lernen neu denkt und gestaltet. Wir hatten Gelegenheit, uns bei einem Rundgang ein Bild vom Leben und Arbeiten auf dem Campus zu machen.

Ein Rundgang über den Campus der CODE University ist so etwas wie eine Zeitreise. An allen Ecken und Enden der staatlich anerkannten Privatuniversität tüfteln die Studentinnen und Studenten intensiv an der Zukunft, Daniel Düsentrieb hätte seine wahre Freude. Faszinierend zu erleben, wie ein klares Lehrkonzept Konturen annimmt: Statt reiner Theorievermittlung hat sich die CODE projektbezogenes und von Neugier angetriebenes Lernen auf die Fahnen geschrieben. Davon profitiert dank einer Kooperation unter anderem auch das VBKI-Projekt Techstart, das Migrantinnen und Migranten berufliche Perspektiven in der Digitalwirtschaft eröffnen will. Wir – eine Gruppe von VBKI-Mitgliedern – hatten Gelegenheit, uns auf dem Gelände unseres Kooperationspartners umzusehen.
 
 
Manuel Dolderer, Präsident und Mitbegründer der CODE University, hieß uns gemeinsam mit VBKI-Vizepräsident Christian Kloevekorn willkommen und stellte die CODE University mit ihren Bachelorstudiengänge in den Fächern Software Engineering, Product Management und Interaction Design eingehend vor. Im Anschluss konnten wir einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Studierenden mit ihren Projekten kennenlernen.
 
Rasant ging es los, den ersten Halt legten wir bei einem Projekt zur Raketentechnik ein. Hier haben kluge Köpfe eine Modellrakete entwickelt, die – ausgestattet mit zahlreichen Sensoren – Messdaten während ihres bis zu 195 Metern hohen Fluges übermittelt. Nach getaner Arbeit landet der Flugkörper dank eingebauter Fallschirme wieder weich auf der Erde. Sowohl die Hard- als auch die Software der Rakete sind von der Studierendengruppe eingeständig entwickelt worden.
 
Eine weitere Gruppe von Studierenden hat sich vorgenommen, die Event-Industrie zu revolutionieren. Sie tüftelt an einer „musikalischen Software“, die Musik in ihren zahlreichen Facetten erkennt und in Echtzeit in Lightshows übersetzt. Das Produkt basiert in weiten Teilen auf „Machine Learning“ und stößt auf großes Interesse bei diversen Berliner Clubs.
 
Und für alle, die bislang vergeblich ihren grünen Daumen gesucht haben - die schlaue „Office Farm“ dürfte sich als mindestens ebenbürtiger Ersatz erweisen. Der digitale Gärtner ist immer im Bilde und gibt Hinweise, was gerade gesät und was geerntet werden kann. Darüber hinaus wartet er mit hilfreichen Instruktionsvideos auf - und bringt so neben dem reinen Ernten von frischen Salaten und Kräutern ein spielerisches Element in die Bürogärtnerei!

Die unterschiedlichen Projekte, die wir an diesem inspirierenden Abend kennenlernen durften, spiegeln die Vielseitigkeit der CODE University und ihres Lehrmodells wider. „We need to give [the students] access to the real world“, sagte Manuel Dolderer zu Beginn des Rundgangs und verdeutlichte dadurch die Leitlinie der CODE University, die Wissen nicht nur modellhaft anwendet, sondern den Studierenden den Freiraum gibt, Projekte von Belang und mit Bezug zu unserer Lebensrealität zu entwickeln.