DoctorBox: Ein weiterer Schritt gen Telemedizin

Eine digitale Gesundheitsakte und Corona Warn-App in Einem

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Foto: VBKI

Unternehmen auf die zweite Infektionswelle vorbereiten? Ein Berliner Unternehmen schafft Abhilfe. Die beiden Gründer von Doctorbox, der Orthopäde und Unfallchirurg Dr. Oliver Miltner und der CEO,IEG von Investment Banking Group, gewährten hierbei den Gästen einen Einblick in ihr Start-Up.

Mit der DoctorBox ist es jedem möglich mit seinem Smartphone alle persönlichen Gesundheitsdaten wie MRT-Bilder, Medikamente, Laborwerte, Arztbriefe oder Schmerztagebücher zu sammeln. Selbstverständlich unter Beachtung der höchsten deutschen Datensicherheitsstandards, vergewissert der Orthopäde und Unfallchirurg Miltner. Der bedeutsame Vorteile besteht darin, das mithilfe der DoctorBox App eine flexible Bereitstellungsmöglichkeit und eine effiziente Einbindung aller Gesundheitsdaten möglich ist – und das stets in der Hosentasche auf dem Smartphone. Durch diese Bereitstellung kann der Nutzer die ärztliche Betreuung optimieren, mithilfe idealer Organisation und Struktur der relevanten Daten. Aber nicht nur das. Was die Corona Warn-App der Bundesregierung kann, das kann DoctorBox schon lange.
 
 
Was einst Supermärkten half herauszufinden, welche Wege Kunden nehmen, vor welchen Regalen sie verweilen und in welche Etagere zuerst gegriffen wird, wurde nun umfunktioniert um die Treffpunkte von coronainfizierten Menschen zu rekonstruieren. Die Bluetooth-Sender – im Fachjargon Beacons genannt – werden im auserwählten Ort installiert. Hierbei richtet sich die notwendige Anzahl der Beacons nach der Größe des Gebäudes. Ein sogenanntes Kontakttagebuch registriert folglich, ob der Nutzer der DoctorBox App an einem Beacon vorbeigelaufen ist und kann damit die Schnittstellen von coronainfizierten Menschen nachvollziehen. Wenn das Gesundheitsamt meldet, dass sich eine infizierte Person an einem mit Beacon ausgestatteten Ort aufhielt, leitet das Restaurant oder der jeweilige Laden dies an DoctorBox weiter. Nach einem Abgleich auf deren Server mittels der Kontaktbücher, werden alle registrierten Personen benachrichtigt, um sich testen lassen zu können.
 
Was bei Datenschützer/innen in Deutschland einen Aufschrei hervorrufen mag, so bekräftigen die beiden Gründer das es keinerlei Datentransparenz gibt. Als Nutzer hat man die Wahl die Daten entweder lokal auf dem Smartphone oder auf einem Hochsicherheitsserver auf deutschem Boden zu speichern.
 
Die Firma wurde 2016 gegründet und seit dem Herbst vergangenen Jahres gehört unter anderem der Apotheken Dienstleister Noventi Health SE zu den Gesellschaftern.