Die Bank für die Hosentasche

Die Smartphone-Bank N26 – eine Erfolgsstory der Berliner Fintech-Szene

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Es ist eine der großen Erfolgsgeschichten der Berliner Fintech-Szene: N26 – früher auch unter Number26 bekannt geworden – steht kurz davor, die erste Kundenmillion voll zu machen.

Ursprünglich als App zur Verwaltung von Konten von Jugendlichen und Kinder konzipiert, wandelte sich N26 schnell zur Konkurrenz für etablierte Banken. Beim Unternehmertreffen erläuterte Co-Gründer Maximilian Tayenthal im Gespräch mit VBKI-Präsidiumsmitglied Verena Pausder das Geschäftsmodell. Wichtige Zutaten: niedrige Kosten und gute User Interfaces – wichtiges Verkaufsargument, gerade bei jüngeren Generationen. 
 
Für N26 stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. Umso hilfreicher, wenn potente Partner mit an Bord sind: In der jüngsten Finanzierungsrunde sind die Dickschiffe Allianz und Tencent eingestiegen, ausreichend Mittel zur weiteren Expansion dürften  also zur Verfügung stehen.
 
Tatsächlich ging der Blick von N26 von Anfang an über die deutschen Grenzen hinaus, die Gründer hatten sofort den gesamten europäischen Markt im Visier. Auch in der Firmenphilosophie spiegelt sich die internationale Ausrichtung. Als deutsches Unternehmen, so Tayenthal, versteht sich N26 nicht – obwohl der Sitz der Smartphone-Bank Berlin ist. Die Wahl sei vor allem aus einem Grund auf die Hauptstadt gefallen: Weil hier die Talente leben und arbeiten wollen. Mittlerweile mag Berlin allerdings schon ein Standortnachteil sein, da alle Start-ups an die Spree wollen und sich inzwischen schwertun, gute Programmierer und andere Talente zu rekrutieren.
 
Denn es stehen noch einige Themen auf der Agenda. Angreifen will N26 beispielsweise im Firmenkundengeschäft, auch geht der Blick zunehmen über Europa hinaus – etwa in Richtung des US-amerikanischen Marktes. Und natürlich spielt auch das Thema „Blockchain“ bei N26 eine wichtige Rolle – wir bleiben dran!