Nordkorea und die Bombe

Foreign Policy Lunch zu einer unendlichen Krise

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Nordkorea und die Bombe – das ist ein Thema, das seit Jahren die außenpolitischen Nachrichtenspalten füllt.

Beim Foreign Policy Lunch ordnete Prof. Eberhard Sandschneider, Leiter des Arbeitsschwerpunktes zur Politik Chinas und Ostasiens der Freien Universität Berlin, die aktuellen Entwicklungen ein. In der polyzentrischen Welt, die auf das bipolare Zeitalter des Ost-West-Konfliktes folgte, könne ein kleines Land wie Nordkorea mit einer aggressiven Verteidigungspolitik für Krisen von großem Ausmaß sorgen. Insbesondere der Westen habe bislang noch keine Antworten auf diese Entwicklung gefunden, die übrigens nicht nur in Nordkorea, sondern in Abstufungen auch in Russland, China oder der Türkei zu beobachten sei. In Europa dominiere Hilflosigkeit.

Warum verfolgt Nordkorea die Nuklearstrategie? Für das Regime des Landes ist der Atommachtstatus dem Asien-Experten zufolge lebenswichtig. Nicht nur, um auf der außenpolitischen Bühne als Akteur ernstgenommen zu werden, sondern auch um nach innen Stärke zu demonstrieren. Die langjährigen Sanktionen hätten ihr Ziel – ein Wechsel des Regimes – verfehlt. Es sei eine Überlegung wert, Kim Jong-un mit der Aussicht auf Wohlstandszuwachs zu locken, als Vorbild könne Vietnam dienen. Auf die jüngsten Entspannungssignale – ein mögliches Treffen zwischen Trump und  Kim Jong-un – betrachtet Prof. Sandschneider mit Skepsis. Der Schlüssel zum Konflikt liege in China, ohne den Einbezug Pekings werde es keine Lösung geben.

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