Messlatte Google

Viessmann: Ein Traditionsunternehmen umarmt die Digitalisierung

UT Viessmann 780x366?itok=D8EeeK4R
Foto: Businessfotografie Inga Haar

Die vierte industrielle Revolution ist in vollem Gange, die Wege der Wertschöpfung verändern sich. Wie das Traditionsunternehmen Viessmann dem Wandel begegnet, berichtete uns Unternehmenschef Max Viessmann.

Im Grunde sind es drei große Herausforderungen, mit denen der Mittelständler aus dem hessischen Allendorf gleichzeitig umgehen muss: die Energiewende, die Digitalisierung und der Generationswechsel an der Spitze Familienunternehmens. Wobei: Eigentlich dürfte der letzte Punkt bereits mit einem Haken versehen sein, zu Beginn des Jahres hat Max Viessmann, noch keine dreißig Jahre alt, das Ruder von seinem Vater Hans übernommen und führt das Unternehmen gemeinsam mit dem Manager Joachim Janssen. Wichtigster Punkt auf der Zukunftsagenda: Den Übergang des 12.000-Mitarbeiter-Unternehmen ins digitale Zeitalter zu gestalten.

Berlin spielt dabei eine zentrale Rolle: Im Gespräch mit VBKI-Präsidiumsmitglied Lars Zimmermann berichtete Max Viessmann über den strukturierten und intensiven Austausch mit der Start-up-Szene der Hauptstadt mit dem Ziel, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln und bestehende an die Erfordernisse einer neuen Zeit anzupassen. Wichtige Voraussetzung dafür ist laut Viessmann ein bereits eingeleiteter Kulturwandel im Unternehmen selbst, der dazu beitragen soll, neue Potenziale zu erschließen. Im Mittelpunkt: Den Mitarbeitern Freiräume zu ermöglichen, um eigene, neue Ideen zu entwickeln und – wenn tragfähig – auch umzusetzen.
 
Orientierungspunkt im Markt sind dabei nach Aussage des Firmenchefs weniger die klassischen Mitbewerber aus der Heizungs- und Klimatechnik, sondern die Netzriesen des Silicon Valley. Während der Zug bei Konsumententhemen abgefahren ist, sieht Viessmann im gewerblichen Bereich durchaus Chancen für Deutschland, die digitale Zukunft mitzuprägen.

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier >>