Hollywood – Berlin – Potsdam

Diskussion über den Film-Wirtschaftsstandort Berlin

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Foto: WOLF LUX

Klaus Wowereit spricht mit Iris Berben und Berliner Filmemachern über Standortpolitik, Förderung und den BER als Filmstudio.

Mit populären internationalen Filmproduktionen wie „Cloud Atlas“ (2012) und „Bridge of Spies“ (2015) knöpfen die traditionsreichen Filmstädte Berlin und Potsdam an goldene Zeiten an: Längst ist die Filmwirtschaft auch ein relevanter volkswirtschaftlicher Faktor für die Region. Oder?

Mit unseren Experten wollen wir unter anderem klären: Wo steht die Filmstadt Berlin im internationalen Vergleich? Wo gibt es in Deutschland noch Nachholbedarf im Bereich Filmwirtschaft? Und: Wie stark beeinflussen inzwischen Streaming-Dienste wie Netflix den Markt?

Iris Berben, Präsidentin der Deutschen Filmakademie, begrüßte die knapp 200 Zuhörerinnen und Zuhörer im Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz. Klaus Wowereit, ehemaliger Regierender Bürgermeister und Mitglied im VBKI-Präsidium, der die Veranstaltung moderierte, betonte die wirtschaftliche Bedeutung der Branche mit 1800 Unternehmen und einem Umsatz von 900 Millionen Euro. Angesichts der internationalen Konkurrenz und massiver Förderung auch in anderen europäischen Ländern wie England oder Italien müsse der Medienboard Berlin-Brandenburg mit mehr als jetzt jährlich 25 Millionen Euro ausgestattet werden, so Wowereit.

Statt der bisherigen projektbezogenen Förderung sei eine nationale Filmförderung nötig, die eine kontinuierliche industrielle Produktion ermögliche. Carl Woebcken, Vorstandsvorsitzender von Studio Babelsberg, verwies auf die Zukunftschancen, die sich aus dem Megatrend der Virtual Reality bei Filmprojekten durch die Entwicklung der digitalen Produktionstechniken auch für andere Wirtschaftsbranchen ergebe.

Babelsberg habe durch die Produktion von amerikanischen Blockbustern wie „Bridge of Spies“ oder Fernsehserien wie „Homeland“ bewiesen, dass man ein hervorragender Standort sei. Bei der Finanzierung aber könne man oft nicht mit anderen Ländern mithalten. Die Film- und Fernsehproduktion in der Region sei ein „enormer Wirtschaftsmotor“, betonte Medienboard-Chefin Kirsten Niehuus in der Diskussion. Und über den BER scherzt sie: „Als Filmstudio würde der sich extrem gut machen...“

Stefan Arndt Gesellschafter und Produzent bei X Filme Creative Pool GmbH, warb deshalb um Unterstützung aus der Wirtschaft. Er habe sich gefreut, dass sich der VBKI mit dieser Veranstaltung dem Thema eine Bühne gegeben habe.

Bilder von der Veranstaltung finden Sie hier…