Herausforderung Zukunft

Zweites Q&A-Breakfast mit Impulsgeberin Margret Suckale

20171206 VBKI Q&A Breakfast Margret Suckale 069 BF Inga Haar 780x366?itok=typ19JmD
Foto: Businessfotografie Inga Haar

Q&A-Breakfast, die zweite. Im House of Small Wonder in Berlin-Mitte kamen rund 25 „Leading Ladies“ aus Wirtschaft, Bildung, Politik und Kultur zusammen, um mit Impulsgast Margret Suckale zu diskutieren.

Die Vorsitzende des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) und Vizepräsidentin der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) erörterte Fragen rund um das Thema „Arbeitswelt 4.0“. Dabei wurde deutlich, wie gravierend der durch die Digitalisierung in Gang gesetzte gesellschaftliche Umbruch ist und auf welch rasante Weise damit Veränderungen in allen Lebensbereichen, allen voran der Arbeitswelt, einhergehen. Veränderungen, mit denen nicht alle Arbeitskräfte so einfach mithalten können, und die sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber vor ganz neue Fragen und Herausforderungen stellt.

Der offene Austausch drehte sich auch um Fragen nach der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, nach den Chancen durch neue Lebensmodelle dank flexibler Arbeitszeiten und größerer Unabhängigkeit und Flexibilität dank Home Office und Teilzeitarbeit (für Frauen wie für Männer!), aber auch um Risiken wie Überlastung und immer neuen Qualifikationsanforderungen. Wer fühle sich nicht verunsichert, wenn er schon bei der Ausbildung aus über 20.000 unterschiedlichen Studiengängen auswählen soll? In der weiteren Fragerunde beschrieb Margret Suckale unter anderem die nach wie vor bestehende Problematik, dass Frauen (nicht immer freiwillig) zugunsten der Karriere des Mannes zurückzusteckten und auf den persönlichen Aufstieg eher verzichteten, als andersherum.

Dennoch habe die Digitalisierung auch viele positive Aspekte: Der Anteil an „sinnstiftenden“ Tätigkeiten sei heute wesentlich größer als in Zeiten von Fließbandarbeit, so Suckale. Nun müssten die Unternehmen und auch die Gesellschaft dafür Sorge tragen, dass sich die Menschen mitgenommen fühlen und man gemeinsam auch entsprechende Bildungsmaßnahmen auf den Weg bringt. Nicht zuletzt müssten die Gewerkschaften eingebunden werden, und das sei eine riesige Herausforderung. Wenn dies nicht gelingen sollte, scheint ein Klassenkampf unausweichlich, es könne nicht gut gehen, wenn immer mehr Menschen auf der Strecke bleiben und wenige sich die Taschen noch mehr füllen. Besonders wichtig gerade für Führungskräfte in Unternehmen: Sprecht mit Euren Mitarbeitern, erklärt, was jetzt und in Zukunft gefordert ist, und geht dabei ebenso auf die (neuen) Bedürfnisse der Mitarbeiter und Teams ein!

Neben dem angeregten Gespräch gab es genügend Zeit für den persönlichen Austausch unter den Teilnehmerinnen. Die Moderation der persönlichen Netzwerk-Plattform für Managerinnen aus allen Branchen übernahm erneut VBKI-Vizepräsidentin Dr. Sigrid Nikutta.

Eine Bildergalerie zur Veranstaltung finden Sie hier >>