VB(KI) - Künstliche Intelligenz als vielversprechender Standortfaktor

Auf dem Weg zur internationalen Wirtschaftsmetropole

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Wie kann Berlin zum Vorreiter in Sachen Künstlicher Intelligenz werden? Gemeinsam mit Expert:innen aus der Berliner Wirtschaft, Wissenschaft und Ethik haben wir über diese Frage diskutiert.

 

Der Ausschuss der jungen Fach- und Führungskräfte macht in diesem Jahr Künstliche Intelligenz zum VBKI-Thema. Den Jahresauftakt bildete eine Paneldiskussion zu wegbereitenden Faktoren und ethischen Fragestellungen, um Berlin zur KI-Metropole zu entwickeln.
 
Das hybride Veranstaltungsformat fand am 17. Februar in den Räumlichkeiten des neu gegründeten AI Campus Berlin statt. Gastgeber vor Ort im Merantix Lab war Rasmus Rothe, der seit 2016 Start-ups rund um das Thema KI entwickelt. Rothe eröffnete den Abend mit einem Vortrag zur Standortattraktivität unserer Hauptstadt für KI-Gründungen und junge internationale Talente. Dass zahlreiche Berliner Start-ups im KI-Bereich sich längst über die Gründervisionen hinaus entwickelt und etabliert haben, veranschaulichte er mit der Vorstellung von Unternehmen, die bereits heute aus Anwendungsperspektive nicht mehr zu entbehren sind.
 
Michael Knoll, Leiter Grundsatzfragen im VBKI, moderierte die anschließende Paneldiskussion. Künstliche Intelligenz ist keine Entität, welche dem menschlichen Bewusstsein gleicht. KI ist und wird immer ein maschineller Algorithmus blieben. Diese Faktenlage erörterte Dr. Tina Klüwer gleich zu Beginn. Hierbei machte sie deutlich, dass in Deutschland generell eine große Angst vor KI besteht. Gleichzeitig wurde im Verlauf des Abends mehr als deutlich, dass in unserem Alltag bereits heute zahlreiche KI-Anwendungen präsent sind. Herr Dr. Niels Jaenke von der Gegenbauer Gruppe stellte heraus, welche Potentiale sich mittels KI-Unterstützung bereits heute im Bereich von Arbeitsschutz und Gesundheit für Unternehmen ergeben. Wie erwartet, geht es mit der Umsetzung neuer Technologien in Berliner Verwaltungen nur schleppend voran. Von Dinah Schmechel erfuhren wir, dass die Mitarbeitenden Künstlicher Intelligenz in diesem Bereich immer noch sehr skeptisch begegnen. Die Arbeitserleichterung durch diese zusätzliche Assistenzkraft technischen Fortschritts möchte man offenbar (noch) nicht anerkennen. Wir sind gespannt auf weitere Pilotprojekte, mit denen Frau Schmechel unsere Verwaltung digitalisieren wird. Dass Berlin KI-Gründerinnen und Gründer sogar mit IBB Förderung willkommen heißt, berichtete Marcel Poelker aus eigener Erfahrung. Er hat bereits ein Unternehmen mit KI-gestütztem Recruiting aufgebaut und stellte heraus, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Als Vertreter des VBKI Ausschusses Wirtschaft und Ethik nahm Dr. Rainer Markfort teil.
 
Zum Abschluss des Panels fasste Moderator Michael Knoll zusammen: Künstliche Intelligenz ist das, was wir in Form von Anwendungsfällen daraus machen. Den Schritt zur KI-Metropole sollten Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam gehen. Begleitend dazu muss die Politik sich schon bald mit den notwendigen ethischen Fragestellungen beschäftigen, um Leitlinien für die Zukunft zu erarbeiten. Wir freuen uns auf weitere Formate in diesem Jahr zum Thema Künstliche Intelligenz in Berlin.
 
Impressionen zur Panel-Diskussion am AI-Campus finden Sie hier »