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Thomas Fehn, CEO von Pyramics, stellt seine Innovation beim Unternehmrtreffen vor

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Jünger geht’s kaum – mit 28 Jahre erfolgreicher Unternehmer – das geht nur, wenn man schnell studiert oder sein Studium schnell abbricht. Letzteres hat Thomas Fehn, CEO von Pyramics gemacht, um sein Baby, eine kleine feine Kamera, fit für die Welt zu machen.

Fehn glaubt an den Einzelhandel: „Ich gehe selbst gern ohne Plan Einkaufen und stöbere, was es so Neues gibt“ – das muss er auch, den darauf basiert sein Produkt. Das ist eine kleine Kamera – oder optischer Sensor – wie er im Fachterminus heißt und eine weitere Hardware, auf der die Daten anonymisiert gespeichert werden. Für die nachhaltige Marktforschung und Kostenplanung (Mitarbeitereinsatz) des Out-of-Home Geschäfts  wird das Produkt genutzt. Mit der Kamera (Pysense, ein optischer Sensor zur Erfassung von Alter, Geschlecht, Werbeinteraktionen und Emotionen von Kundenströmen) wird anonymisiert Alter und Geschlecht festgehalten und so können über Personen im Laden und entsprechende Umsatzbons Rückschlüsse über Kaufverhalten geschlossen werden.

Die Bilder der schauenden und kaufenden Kunden werden auf Geschlecht und Alter hin analysiert und gespeichert. Selbstverständlich DGSVO konform „Fotos dürfen und wollen wir gar nicht speichern!“ so Fehn. Der Sensor wurde auch von der Uni Passau mit einem Preis für datenschutzkonforme IT-Innovationen gewürdigt. So schließt sich der Kreis mit dem Studiumabbruch dann doch?

Und wer kann das nutzen? Jeder. Der 50 Quadratmeter große Schuheinzelhändler von nebenan braucht vielleicht nur 3 Kameras à 995 Euro, um Eingang, Ausgang und Kassenbereich zu vergleichen, ein 5.000 Quatratmeter umfassende Ikea-Filiale vielleicht ein paar mehr. Die Datenauswertung übernimmt bei Wunsch ein ausgelagerter Partner oder werden an die interne Datenbank übertragen und können somit auch persönlich oder von einem Dienstleister des Vertrauens ausgewertet werden.

Dass Asien vielleicht noch viel spannender wäre, weil es dort keine DGSVO gibt, sehen die anwesenden 50 VBKI Mitglieder sofort – aber dahin will Fehn nicht. Europa, Nord- und vielleicht auch Südamerika ist sein Markt. Asien nicht!