Berlin im Jahr 2030

Wie leben wir künftig in großen Städten?

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Autonomes Fahren, smarte Häuser, totale Vernetzung – es sind spannende Zeiten für Zukunftsforscher. Gemeinsam mit einer Expertenrunde haben wir einen Blick in die Glaskugel geworfen: Wie leben wir im Berlin des Jahres 2030?

Den Ausgangspunkt der Diskussion bildete der Trend zu wachsenden Städten: In der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts lebten erstmalig mehr als 50 Prozent der Menschen in Städten – und die Entwicklung setzt sich fort: Städte sind der Lebensraum der Zukunft. Wie kann in den urbanen Zentren Lebensqualität geschaffen und gehalten werden? Wie können innovative Technologien dazu beitragen, unseren Alltag in den Städten ressourcenschonender zu gestalten?
 
Die Panelisten griffen zahlreiche Fragen auf, vor allem das Thema „Mobilität der Zukunft“ sorgte für Diskussionsstoff. Betrachtet wurde die Rolle des Individualverkehrs in Zeiten der Sharing Economy – „Wer kauft künftig noch ein Auto?“ –, und natürlich spielte das Megathema „Autonomes Fahren“ auch eine wichtige Rolle. Wolfgang Müller-Pietralla, Leiter der Abteilung Zukunftsforschung und Trendtransfer bei der Volkswagen AG, hält den Trend zum autonomen Fahren für ungebrochen, nicht zuletzt aufgrund wachsender Sicherheitsbedürfnisse im Straßenverkehr. Insgesamt werde aber die Verkehrsdichte abnehmen, meint Andreas Becher vom Bund Deutscher Architekten. Grund: Wir werden künftig die zur Verfügung stehenden Räume viel effizienter nutzen als heute.
 
Apropos Effizienz: Mit Blick auf die ungelöste Wohnungsfrage in Berlin erinnerte der Architekt noch einmal daran, dass Berlin mit dem Tempelhofer Feld eine weiterhin unbebaute Fläche zur Verfügung steht – so groß wie Monaco! Was für ein Luxus, so Becher.
 
Am Rande der Veranstaltung wurde zudem der 6. Berlinpreis vergeben. Initiiert von der Plattform „Made in Berlin“ würdigt der Preis seit 15 Jahren Unternehmerinnen und Unternehmer, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen den Wirtschaftsstandort Berlin nachhaltig stärken. In diesem Jahr ging der Preis an Leonhard Müller, Vorstandsvorsitzender der Askania AG. Die Uhrenmanufaktur produziert in Berlin in Handarbeit Zeitmesser in Premiumqualität. Herzlichen Glückwunsch!
 
Bilder der Veranstaltung finden Sie hier >>