Raus aus der Selbstverständlichkeitsfalle

Europa in der Krise, Jens Spahn beim VBKI

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Die Selbstverständlichkeit, mit der wir europäische Errungenschaften wie die gemeinsame Währung nutzen, trübt unseren Blick auf die EU – findet Jens Spahn.

Beim Foreign Policy Lunch plädiert der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium dafür, sich durch die Krise Europas nicht den Blick auf die Errungenschaften der Union verstellen zu lassen. Es gäbe vieles, auf das ein EU-Bürger heute stolz sein könnte. Das Reisen ohne Schlagbäume zum Beispiel oder die gemeinsame Währung für den Länderverbund. Wer die EU fair beurteilen wolle, müsse aus der „Selbstverständlichkeitsfalle“ herauskommen, forderte Spahn vor 80 Mitgliedern und Freunden des VBKI. 

Im Gespräch mit Prof. Michael Wohlgemuth, Direktor der europäischen Denkmanufaktur Open Europe gGmbH, bemühte sich Spahn, zu viel Schwarzmalerei einen Riegel vorzuschieben. In Zypern und Spanien hätten die Reformbemühungen durchaus Wirkung gezeitigt, allenfalls Griechenland fehle es an „Ownership“ für die Reformen. Er stellte aber in Frage, ob Geldstrafen das richtige Mittel seien, um ohnehin verschuldete Mitgliedsstaaten wieder auf den Pfad der Tugend zu führen. Von einer gemeinsamen Arbeitslosenversicherung hält Jens Spahn wenig. Hilfreicher seien Programme, welche die Ausbildung von jungen Menschen in anderen Mitgliedsstaaten als ihrem eigenen fördern und vereinfachen. 

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