VBKI legt Plan für besseren Verkehrsfluss vor

Stop-and-go belastet Umwelt und Geldbeutel massiv

verkehr?itok=m3-9rCyR
Foto: Artusius – Fotolia.com

VBKI fordert intelligente Ausnutzung der vorhandenen Straßeninfrastruktur und den Aufbau von verkehrsabhängig gesteuerten Ampeln.

Erhöhter Kraftstoffverbrauch infolge mangelhafter Verkehrsplanung belastet Berliner Autofahrer mit rund 160 Millionen Euro jährlich. Zu diesem Ergebnis kommt der Arbeitskreis Verkehr im VBKI auf Grundlage eigener Berechnungen. Auch Umwelt und Klima leiden: Vermeidbare Behinderungen durch unzureichende Ampelsteuerungen, fehlende Baustellenkoordinierung oder schlechte Fahrbahnen verursachen einen Mehrausstoß an klimaschädlichem CO2 von rund 260.000 Tonnen im Jahr. Wir fordern eine schnelle Verbesserung der Situation – und stellen einen Maßnahmenkatalog in 10 Punkten vor. Das Thema findet große Resonanz in der Öffentlichkeit. 

Forderung: Infrastruktur besser nutzen, „Grüne Wellen“ einrichten

Um die unbefriedigende Situation auf Berliner Straßen kurzfristig und nachhaltig zu ändern, fordern wir beispielsweise eine intelligente Ausnutzung der vorhandenen Straßeninfrastruktur und den Aufbau von verkehrsabhängig gesteuerten Ampeln. Darüber hinaus treten wir dafür ein, „grüne Wellen“ auf den Magistralen zu reaktivieren und bei Überlastungen oder Störungen intelligente Alternativroutensteuerungen für ausgewählte Gebiete zu schaffen. Auch in den Bereichen Verkehrsorganisation und -verwaltung geben wir  konkrete Handlungsempfehlungen – und fordern beispielsweise, die Verantwortlichkeit für die Organisation des gesamten Straßenverkehrsnetzes zu vereinheitlichen. 

Graf Hardenberg: Brachliegendes Potenzial nutzen

„Umwelt, Bürger und Wirtschaft leiden massiv unter den ständigen Behinderungen auf Berliner Straßen. Diese Situation ist umso unverständlicher, als Berlin über vergleichsweise gute Voraussetzungen in der Verkehrsinfrastruktur verfügt. Jetzt sind alle Beteiligten gefordert, das brachliegende Potenzial endlich intelligent zu nutzen“, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Verkehr im VBKI, Christian Graf Hardenberg, bei der Vorstellung des Maßnahmenplans.

Berlin ist mit einem 1.575 km langen Hauptverkehrsstraßennetz auf einer Fläche von 892 Quadratkilometern im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten gut ausgestattet. Auf 1.000 Einwohner kommen in der Hauptstadt 324 Pkw. In Hamburg sind es 407, in München sogar 481. Hinzu kommt: Anders als vielfach angenommen hat die Gesamtverkehrsleistung in der Hauptstadt in den letzten 20 Jahren nicht zu-, sondern deutlich abgenommen: im Zeitraum von 1993 bis 2009 je nach Betrachtungsweise um 14 bis 19 Prozent.

Die Berechnung erfolgte unter Verwendung von frei zugänglichem Datenmaterial der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und des Amts für Statistik Berlin Brandenburg.


Mediales Echo

In der medialen Öffentlichkeit fand das Thema große Resonanz: RBB (Abendschau) sowie die Tageszeitungen Die Welt, Berliner Morgenpost, Tagesspiegel, Berliner Zeitung, BZ und Bild berichteten unter anderem. Links zu den Beiträgen finden Sie hier.