Die schlaue Stadt

Intelligente Vernetzung als Mehrwert?

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Foto: Michael Setzpfand

Die Podiumsdiskussion zum Thema Smart City wurde initiiert von den VBKI-Arbeitskreisen Intelligente Infrastruktur und Wirtschaftspolitik.

An einer einheitlichen Definition des Begriffs "Smart City" hat sich das Podium nicht versucht – zu unterschiedlich sind die Auffassungen: So legte Siemens den Fokus auf die damit verbundenen Technologien während die Wohnungswirtschaft eher die sozialen und gesellschaftlichen Aspekte berücksichtigte, wie z.B. die "Versingelung“ im Alter.

Eindeutig fiel die Einschätzung der internationalen Sicht auf Berlin aus: Ton Doesburg, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Alliander, sieht weder Berlin noch Amsterdam in der Vorreiterrolle im Bereich Smart City – nicht auf europäischer Ebene und erst recht nicht im internationalen Vergleich. Die niederländische Stadt Eindhoven beispielsweise oder Seoul seien Benchmarks.

Woran es in Berlin und in Deutschland allgemein mangelt, ist die Akzeptanz in der Gesellschaft. Für viele ist es eben gewöhnungsbedürftig, wenn die Waschmaschine nachts – wenn der Strom günstiger ist – automatisch anspringt. Aber es ist nicht die einzelne Waschmaschine, die den Unterschied macht. Frank Büchner, Leiter Sektor Energy bei Siemens, nennt Beispiele anderer Größenordnungen: Wenn wir Heizungen, Aufzüge und andere elektrische Geräte und Anlagen besser energetisch steuern können, sei schon viel gewonnen. Es geht um die Verfügbarkeit der Energie im Netz.

Für die Entwicklung Berlins als Smart City ist die Attraktivität der Stadt eine Chance. Viele High Potentials und Fachkräfte aus diesem Bereich zieht es in die Region – so können die Ideen für eine Vernetzung von Technik, Humanwissenschaft und Kunst hier entstehen. Vielleicht kommt der nächste Steve Jobs dann aus Berlin?

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier.