Alle wollen investieren

Podiumsdiskussion zum Berliner Wohnungsmarkt

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Der Bausenator stellte am Mittag den Mietenspiegel vor und am Abend fand die Podiumsdiskussion zum Berliner Wohnungsmarkt im VBKI statt: Besser hätte der Termin wohl nicht gewählt werden können.

Auf der Grundlage des Impulsvortrages von Andreas Schulten, Vorstand BulwienGesa, der dem Berliner Wohnungsmarkt vor dem Hintergrund der starken Zuzüge weiter steigende Mieten sowie einen starken Neubaubedarf attestierte, diskutierte das Podium moderiert von Jörg Lammersen, Leiter des Arbeitskreises Immobilien.

Prof. Engelbert Lütke-Daldrup, Staatssekretär der Stadtentwicklungsverwaltung, verteidigte die regulatorischen Eingriffe des Staates. Der Berliner Senat wolle durchmischte Wohnquartiere und eine Innenstadt, in der sich alle Schichten der Gesellschaft eine Wohnung leisten könnten.

Die Geschäftsführerin der Stadt und Land, Anne Keilholz, sah den kommunalen Wohnungsbestand, der bis 2016 wieder auf rd. 300.000 Einheiten anwachsen soll, als ein wichtiges Instrument zur Mietendämpfung und Gewährleistung einer sozialverträglichen Quartiersentwicklung. Für Nikolaus Ziegert, Inhaber des gleichnamigen Immobilienvertriebs, leite sich insbesondere aus einer wachsenden Eigentumsquote ein höheres Verantwortungsbewusstsein seiner Bürger für eine Stadt ab.

Bürgerproteste gegen Neubauvorhaben stellten für Thomas Groth, Geschäftsführer der Groth Gruppe, eine wachsende Herausforderung an die Verwaltung und Branche dar. Wenn überall nach dem Motto „Wir brauchen Neubau, aber nicht vor meiner Haustür“ argumentiert werde, dann müsse die Politik – auch unbequeme – Entscheidungen treffen.

Text: Jörg R. Lammersen, Geschäftsführer JRL Investment & Consulting GmbH und Leiter des AK Immobilien im VBKI

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier.