Ada statt Google

Eine Gesundheitsapp aus Berlin

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Wartezeiten bei Ärzten sind lang, Fachpersonal rar – nicht nur auf dem Lande. Deswegen wird heutzutage oft zuerst eine Suchmaschine zu Rate gezogen bevor man sich wirklich entschließt den Arzt zu konsultieren. Eine professionelle und zukunftsweisende Alternative ist die Gesundheitsapp Ada aus Berlin.

Beim VBKI Unternehmertreffen stellt Daniel Nathrath - einer der drei Gründer – den Werdegang des Start-ups vor. Zu Beginn war alles auf den Arzt fokussiert – von deutschen Familien privat finanziert – wurde eine App entwickelt, die Ärzte unterstützen sollte, aber die wollten es nicht nutzen. So landete Ada bei der Zielgruppe der Patienten. Die müssen für die App nichts zahlen. Das Geschäftsmodell sieht Krankenkassen und Versicherungen als Kooperationspartner, um Geld zu verdienen. In anderen Ländern mit zentralen Gesundheitssystemen wie NHS in Großbritannien ist es etwas einfacher.

Mit Hilfe von KI den Ursachen von bestimmten Symptomen auf die Spur zu kommen, dürfte angesichts der weltweiten medizinischen Untersversorgung – Millarden Menschen haben gar keinen Zugang dazu, im ländlichen Raum ist der nächste Arzt oft 50 km entfernt – ein nutzbringender Ansatz sein. In Neuseeland getestet ist es nun in über 130 Ländern von über 6 Millionen Menschen heruntergeladen.  Die Ärzte wolle man nicht ersetzen „Arzt statt App“ sei das falsche Marketing Tool. Es wird auch überall darauf hingewiesen, dass die App keine Diagnose bietet. Verklagt hat Ada bisher auch noch keiner. Skalierung und Lerneffekte kommen täglich rein: zwischen 40.000 bis 50.000 Fälle täglich… Langfristig will und kann man auch mit Ada leben retten – getreu dem Motto „Predict, Prevent, Personalize,“ und vor allem will man, dass die Leute bei Ada anfangen und nicht bei Google suchen, wenn sie ein kleineres oder größeres Wehwehchen haben.

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier >>