Das VBKI Web-Seminar

Partnerschaftliches Agieren und besonnenes Handeln

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Foto: VBKI

„Welche Förderungsprogramme gibt es für Unternehmen in der Covid-19 Pandemie und welchen Folgen sowie Maßnahmen sind zu erwarten?“ Antworten auf diese Fragen lieferten die Experten der KPMG Dennis Hillemann, Philipp Glock und Philipp Volmer im Rahmen einer online Veranstaltung. Moderiert wurde diese von dem VBKI Geschäftsführer Udo Marin.

 

Die Bundesrepublik stellt verschiedene finanzielle Unterstützungsmaßnahmen in der Corona Krise zur Verfügung. Für Unternehmen sind hierbei der Kfw-Schnellkredit 2020 und kfw-Unternehmerkredit als Schutzschirm relevant. Diese Maßnahmen sollen Unternehmen Liquiditätshilfen verschaffen und verlangen einen Nachweis einer finanziellen Notlage. 


Bei diesen Zuschüssen für die Unternehmen kommt es auf die Mitarbeiterzahl an. Hierbei werden durch die Länder abgewickelten Bundes-Soforthilfen zwischen Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer unterschieden sowie zwischen Betrieben mit bis zu 5 und Unternehmen mit mehr als 5 bis 10 Beschäftigten. Die Höhe des Zuschusses richtet sich danach, ob das Unternehmen weniger oder mehr als 5 Beschäftigte hat. Folglich sind die Förderinstrumente des Bundes und auch der meisten der Länder an einen Bedarf gekoppelt. Der Antragsteller muss durch die Corona Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sein, die seine Existenz bedroht. Diese Schwierigkeiten dürfen erst nach dem 11. März 2020 zu Tage getreten sein. 


 Diese Initiativen dienen grundsätzlich dazu einen gewissen Sach- und Finanzaufwand der bevorstehenden Zeit zu überbrücken. Beispielsweise Miet- oder Pachtkosten, Kredite für Betriebsräume oder Leasingraten. Je nach Bundesland sind auch Personalkosten in den Schutzmaßnahmen inbegriffen. Hierfür könnten exakte Verwendungsnachweise verlangt werden und auch eine nachträgliche Überprüfung der Verwendung des Kredites ist möglich, wodurch eine nicht zweckentsprechende Verwendung zur Rückförderung des Zuschusses führen kann. 


Grundsätzlich gilt für Bauunternehmen der Grundsatz, es gibt keinen Anspruch auf finanzielle Entschädigung.  Sofern jedoch der Arbeitgeber einen Stillstand anordnet, ohne dass dies zwingend notwendig gewesen wäre oder wenn der Arbeitgeber die Umsetzung erforderlicher Hygienemaßnahmen unterlässt, wodurch der Baustopp resultiert, so sind Ansprüche auf finanzielle Entschädigung denkbar.