Chris, wo geht's lang?

German Autolabs entwickelt Sprachassistenten für den Automobilsektor

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Sprachassistenten für den Automobilsektor - das ist die Spezialität von German Autolabs. Beim Unternehmertreffen stellte Holger G. Weiss, Gründer und CEO des Berliner Unternehmens, das Geschäftsmodell vor.

Er selbst kam mit dem Fahrrad zum Unternehmertreffen in den Volkswagen We Space Unter den Linden, was für Termine in Berlin-Mitte sicherlich eine gute Entscheidung ist: Holger G. Weiss, Mitgründer und CEO von German Autolabs, sprach am vergangenen Mittwoch mit den rund 45 Teilnehmern und dem Moderator der Veranstaltung, Mark Krymalowski (Partner Egon Zehnder International) über seinen spannenden beruflichen Werdegang und die Idee, einen Sprachassistenten für Autofahrer zu entwickeln, der auf den Namen „Chris“ hört. Diese Hardware hat den Vorteil, dass sie für jedes Fahrzeug nachrüstbar ist.

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Seit mehr als 15 Jahren entwickelt der erfahrene Unternehmer, der über sich selbst sagt, dass er „bereits als Kind immer schon gewinnen wollte“ und deshalb in seiner Jugend den Mehrkampf für sich entdeckt habe, innovative Geschäftsmodelle im Future Mobility Segment und baute mehrere Start-ups und Technologieunternehmen erfolgreich auf. Beispielsweise den Navigationssoftware-Hersteller gate5, der „Keimzelle“ von HERE, dem digitalen Karten- und Navigationssystemanbieter, der 2015 für fast 3 Milliarden EURO von drei deutschen Automobilherstellern übernommen wurde.

Und es gab weitere Erfolgsgeschichten in seiner beruflichen Laufbahn: Vor der Gründung von German Autolabs war Weiss Geschäftsführer und CEO von Aupeo, einem Musik-Streaming Start-up, das sich unter seiner Leitung zum führenden Anbieter für internetbasierte Audioangebote für die Automobilindustrie entwickelte und 2013 durch Panasonic Automotive übernommen wurde. Das alles erzählt Holger Weiss, dem es immer wichtig war, möglichst selbstbestimmt zu arbeiten und nicht in enge Unternehmensstrukturen eingesperrt zu sein, mit der nötigen Portion Humor und Selbstironie. „Ich habe mir immer gesagt: Wenn es nicht klappt mit dem jeweiligen Projekt, dann mache ich eben wieder Cocktails, so wir früher, als ich noch in Bars gearbeitet habe.“

Fragt man ihn, wohin die weitere Reise für German Autolabs gehen soll, meint er: „Wir wollen der Automobilindustrie und verwandten Branchen wie Flottenbetreibern und Versicherern maßgeschneiderte und unabhängige Assistenzlösungen anbieten und verstehen uns dabei nicht als Konkurrenz zu den „Großen“ wie Amazon oder Google. Wir werden nie besser sein, als „Alexa“, „Siri“ und Co., aber unser Ansatz ist vertikal und absolut ergänzend integrierbar. Da die Produktionszyklen in der Automobilindustrie traditionell zu lang sind, um die Sprach-KI iterativ zu entwickeln und zu trainieren, ist unser Nachrüst-Ansatz einer der großen Vorteile unserer Strategie.“