ChertLüdde erhält VBKI-Preis BERLINER GALERIEN 2020

Anerkennungspreise für die Galerien Noah Klink und Tanja Wagner

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Foto: Holger Biermann

BERLIN ART WEEK: VBKI und lvbg verleihen – unterstützt von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe – zum vierten Mal den mit 10.000 Euro dotierten VBKI-Preis BERLINER GALERIEN.

Der VBKI-Preisträger BERLINER GALERIEN 2020 steht fest: In Würdigung der Ausstellung „Rods Bent Into Bows“ der amerikanischen Künstlerin Rosemary Mayer (1943-2014) erhält in diesem Jahr die von Jennifer Chert und Florian Lüdde geführte Galerie ChertLüdde den mit 10.000 Euro dotierten Berliner Galerienpreis. Neben den Preisträgern aus Berlin-Kreuzberg wurden am Freitag bei der feierlichen Preisverleihung vor dem Hangar 4 auf dem Flughafen Tempelhof auch die Galerien Noah Klink aus Berlin-Schöneberg und Tanja Wagner aus Berlin-Tiergarten mit jeweils 2.500 Euro ausgezeichnet. Alle drei Galerien waren Mitte Juli von einer Experten-Jury für die diesjährige Shortlist des Preises nominiert worden.
 
2020 sind erstmalig alle Auszeichnungen mit einem Preisgeld verbunden. Ziel des von VBKI und dem Landesverband Berliner Galerien (lvbg) 2017 gegründeten und von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe unterstützten Preises ist es, auf die bedeutende Rolle der Galerien für den Kunststandort Berlin aufmerksam zu machen.
 
VBKI und lvbg dankten der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebefür das gewachsene Engagement zur Förderung des Berliner Kunstmarktes, insbesondere für die kontinuierliche Unterstützung des Berliner Galerienpreises, bei dem es dieses Jahr aufgrund der Preisgelder für alle Shortlist-Galerien keine Verlierer, sondern nur Gewinner gibt. Der Vorsitzende des VBKI-Kulturausschusses, Bernd Wieczorek, hob insbesondere die wertschöpfende Rolle der Galerien für den Kunst-und Kulturstandort Berlin hervor. In seiner Festrede betonte der Berliner Galerist Thomas Schulte vor 50 Gästen: „Die Berliner Galerien haben die Chancen der Corona-Zeit gesehen, gut kommuniziert und gehen gestärkt und als bessere Gemeinschaft in die BERLIN ART WEEK und das GALLERY WEEKEND BERLIN. Das ist ein internationales einzigartiges Lebenszeichen in der Kunstszene, das vielen außerhalb Berlins Mut machen wird!"
 
 
Die ausgezeichnete  Galerie ChertLüdde (gegründet  2016) zeigt  zur  BERLIN  ART  WEEK die erste  Einzelausstellung  der  amerikanischen  Künstlerin  Rosemary  Mayer  (1943-2014) in Europa. Der Titel „Rods Bent Into Bows“ ist einer der Zeichnungen Mayersaus dem Jahr 1971 entnommen,  die  einen  zum  Bogen  gespannten  Stab  zeigt.  Ausgehend  von  diesem  Motiv konzentriert  sich die  Ausstellung  auf  das  Frühwerk  der  Künstlerin:  Stoffskulpturen  und Zeichnungen, die Mayer zwischen 1971 bis 1973 fertigte und mit denen sie die Möglichkeiten skulpturaler Abstraktion unter Verwendung von Stoffen auslotete. Mayer war als Künstlerin, Schriftstellerin  und  Feministin  der  1960er-bis  Anfang  der  1980er  Jahre  in  der  New  Yorker Kunstszene  aktiv. Außerdem  war  sie  1972  mit  19  weiteren  Frauen  Gründungsmitglied  der A.I.R. Gallery. Ziel der in enger Zusammenarbeit mit dem Nachlass entstandenen Ausstellung ist es, das wenig rezipierte Werk Mayers in einen neuen Fokus zu rücken.
 
Eine filmische Würdigung der drei Finalisten finden Sie hier: vbki.de/galerienpreis