Auf dem Sprung in den S-Dax

Dr. Andreas Eckert beim VBKI-Unternehmertreffen.

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Wie wird ein studierter Philosoph und Theaterkritiker zum erfolgreichen Unternehmer? Dr. Andreas Eckerts Weg führte über New York.

Als Information Officer für das Generalsekretariat der Vereinten Nationen in New York kümmerte er sich einerseits um Lateinamerika, Asien und Afrika und saugte andererseits den US-amerikanischen Unternehmergeist auf. Eine prägende Zeit, wie der Vorstandsvorsitzende von Eckert & Ziegler, einem der weltweit größten Hersteller von radioaktiven Komponenten für medizinische, wissenschaftliche und  messtechnische Zwecke, beim Unternehmertreffen verriet.
 
Mit seiner Rückkehr nach Deutschland erfolgte der Sprung in die Selbständigkeit. Zunächst als Unternehmensberater, bis ihn ein Klient mit den Worten „wenn Sie es so gut können, dann machen Sie doch mit“ einlud, die Eckert und Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG mitzugründen – das war 1997. Das älteste Tochterunternehmen dieser Holding, die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, ging 1992 aus dem Zentralinstitut für Isotopentechnik, einem Forschungsinstitut der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR hervor.
 
Rückenwind für die Gründer: Fast zeitgleich mit der Gründung wurde in Deutschland der auf junge Wachstumsunternehmen ausgerichtete Neue Markt als Börsensegment aus der Taufe gehoben – und spülte Geld in die Unternehmenskasse. Die Mittel wurden ins Wachstum gesteckt, auch durch Zukäufe rund um den Globus (Brasilien, Indien, Tschechien, seit kurzem auch in Belgien).
 
Bis heute hält der Unternehmensgründer Berlin (Buch) die Treue. Grund dafür sei weniger die helfende Hand der Berliner Landespolitik, sondern vielmehr der Umstand, „dass meine Wandervogelzeit vorbei ist“. Auch ohne gute Verkehrsanbindung fühle man sich wohl in Buch, das Geschäft läuft. Gemessen an der Marktkapitalisierung liegt der Wert des börsennotierten Unternehmens inzwischen bei einer halben Milliarde Euro (zwei Drittel davon in Streubesitz) und der Sprung in den S-Dax dürfte nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.
 
Eckerts Verbundenheit mit Berlin dürfte auch das eine oder andere Start-up aus der Hauptstadt freuen. Der Unternehmer ist nämlich auch als Business Angel aktiv, sowohl im European Angels Fund als auch mit seinem eigenen Wagniskapitalunternehmen – dem Eckert Life Science Accelerator. Mit letzterem unterstützt Eckert den Unternehmergeist, vor allem in Berlin.
 
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