Anregungen für Körper und Geist

Das Ideen-Dinner zum Thema Künstliche Intelligenz

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Möchte ich von einem Roboter gepflegt werden? Weiß die Künstliche Intelligenz, was gut ist? Wie funktioniert gute Personalführung in Zeiten der Digitalisierung? Diese und ähnliche Fragen diskutierten rund 60 Teilnehmer des Ideen-Dinners zum Thema Künstliche Intelligenz.

Am 26.11. fand im Goldberger-Saal des VBKI das Ideendinner „Künstliche Intelligenz“ statt. Die Veranstaltung wurde von den Arbeitskreisen „Frauen in der Wirtschaft“ und „Wirtschaft und Ethik“ geplant und veranstaltet. Moderatoren waren: Christoph Bebermeier, Dr. Elke Böckstiegel, Sylke Busenbender, Lutz Haase, Dr. Wolfgang Petri, Sandra von Trotha und Fabian Westerheide.

Fabian Westerheide, Geschäftsführer von ASGARD – human Venture Capital for AI, zeigte Beispiele auf, wo die Künstliche Intelligenz bereits messbar und erfolgreich eingesetzt wird. In der Pflege, der Medizin und auch Zuhause.

Er fasste den Stand der Entwicklung so zusammen: Die KI hat das Niveau eines dreijährigen Menschen erreicht. Im Vergleich zu Menschen lernt Künstliche Intelligenz wesentlich schneller, ist aber keine menschliche Intelligenz und damit dem Menschen nicht ebenbürtig. Sie erfüllt „einfach“ ihren Zweck. Frau Dr. Böckstiegel vom Arbeitskreis Wirtschaft und Ethik hierzu: „Es ist höchste Zeit, dass wir die Frage klären, welche Werte wir dem dreijährigen KI-Kind mit auf den Weg geben.“

Christoph Bebermeier, ebenfalls Mitglied im Ausschuss Wirtschaft und Ethik, ist sich sicher, dass Digitalisierung und Künstliche Intelligenz die Kommunikation bereits verändert hat und dies in zunehmendem Maße tun wird. Social Media-Kommunikation wird von Programmen inhaltlich gescannt, ausgewertet und beantwortet – dies führt zu ungeahnten Möglichkeiten u.a. in der Unternehmens-Kommunikation, im Service und der Produktentwicklung. Aber ist „maschinelle“ Kommunikation auch authentisch?

Sylke Busenbender, Mitglied im Ausschuss Frauen in der Wirtschaft des VBKI: „Durch die Digitalisierung werden mehr und mehr Hierarchien verschwinden. Führung verschiebt sich zu Emotion; Beziehungen müssen gefördert werden.“

An den insgesamt sechs Tischen mit jeweils einem Moderator ging es ins Detail. Themen wie „Maschinelles Lernen“ und wie es alles verändert, werden ebenso diskutiert wie der Einfluss der Datenerfassung auf das heutige Berufsfeld oder die Frage, wie und vor allem welche Werte der Künstlichen Intelligenz mitgegeben werden. Eine klare Vorstellung, wie sich die KI in unseren Alltag integrieren lässt, ist noch schwer zu entwickeln, da KI und ihre Möglichkeiten für viele zu abstrakt sind.

Ein spannendes Thema, über welches man noch stundenlang hätte weiterdiskutieren können. In einem waren sich alle einig: 10 Minuten pro Durchlauf reichen nicht.

Dr. Wolfgang Petri, Mitglied des Ausschusses Wirtschaft und Ethik fasst zusammen: „Seien Sie kritisch, aber denken Sie positiv! Und: Die Ethik mit verankern! Denn Künstliche Intelligenz kann einiges, nicht aber den Menschen ersetzen.“