Tegel zügig entscheiden

Flughafenchef Lüdke Daldrup zu Gast beim VBKI

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Manchmal ist der Blickwinkel entscheidend: Im Grunde sei der Berliner Flughafen ein totales Erfolgsmodell, sagte Flughafenchef Lüdke Daldrup beim VBKI. Bezugspunkt der Aussage war natürlich nicht das Baudesaster am BER, sondern das überdurchschnittliche Passagierwachstum in der Hauptstadt. Lacher erntete es trotzdem.

Der im März an die Spitze der Flughafengesellschaft gerückte Verwaltungsexperte ist überzeugt, dass der BER auch mittel- und langfristig den weiter steigenden Fluggastzahlen gewachsen sein wird. Eine Notwendigkeit, Tegel als zweiten Flughafen offen zu halten, sieht Lüdke Daldrup vor diesem Hintergrund nicht. Auch das unsichere rechtliche Umfeld spreche gegen einen Weiterbetrieb von Tegel.

Nach der Begrüßung durch VBKI-Präsident Markus Voigt präsentierte Lüdke Daldrup den 200 VBKI-Mitgliedern seine in einem Masterplan gebündelten Erweiterungspläne für den BER. Demnach sollen die Kapazitäten des BER bis zum Jahr 2035 in mehreren Schritten derart ausgebaut werden, dass dort 55 Millionen Menschen jährlich abgefertigt werden können. Kostenpunkt: Rund 2,3 Milliarden Euro.

Anschließend stellte sich der Flughafenchef den Fragen des Chefreporters der Berliner Morgenpost. Lüdke Daldrup bestritt vehement, dass es einen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Vorlage seines Masterplans und der Volksabstimmung zu Tegel am 24. September gebe. Er appellierte an die BER-Gesellschafter, nach dem Votum schnell zu einer Entscheidung zu kommen. „Eine Hängepartie können wir uns nicht leisten.“

Einen Eröffnungstermin will Lüdke Daldrup gegen Ende des Jahres nennen, wenn sich die fünf großen bauausführenden Firmen verbindlich auf ein Timing festgelegt haben.

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