Digitaler Durchblick

Mister Spex beim VBKI-Unternehmertreffen

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Nicht nur Bücher, Musik und Klamotten lassen sich per E-Commerce verkaufen. Auch so individuelle Produkte wie Brillen und Kontaktlinsen lassen sich online bestens an den Mann oder die Frau bringen. Das zeigt der Online-Optiker Mister Spex.

Das Geheimnis des Erfolges liege in der Kombination aus lokalen Dienstleistungen und E-Commerce, sagt Dr. Mirko Caspar. Beim VBKI-Unternehmertreffen im Kaffeehaus Dallmayr im Museum für Kommunikation beschreibt der Geschäftsführer von Mister Spex im Gespräch mit VBKI-Präsidiumsmitglied Verena Pausder (Gründerin und Geschäftsführerin Fox & Sheep GmbH) das Multichannel-Modell: Sehstärke und gegebenenfalls Brillengröße gibt’s beim traditionellen Optiker um die Ecke, ein großes Sortiment an Gestellen und Gläsern dann im Netz. Dazwischen liegt ein Ausflug in die Welt der Augmented Reality. Bei Mister Spex können Kunden unterschiedliche Brillen virtuell anprobieren, um sich dann bis zu vier Favoriten ganz analog nach Hause schicken zu lassen.

Aber: Ist das Geschäftsmodell bei so viel Komplexität überhaupt profitabel? Ja, sagt Dr. Caspar, zumindest in Deutschland, in 9 weiteren europäischen Ländern habe man die Profitabilitätsschwelle erreicht. Geheimnis des wirtschaftlichen Erfolges: Einerseits die hohen Margen im Geschäft mit den Sehhilfen, andererseits die geringen Kosten. Stationäre Läden oder viel Personal braucht Mister Spex nicht. Auch die 600 Augenoptiker, mit denen der Online-Händler in den DACH-Ländern und den Niederlanden zusammenarbeitet, machen ihren Schnitt: Mister Spex sorgt für eine bessere Auslastung der dort ohnehin vorhandenen Infrastruktur, sagt der Geschäftsführer. Eine Bremse sei, jedenfalls in Deutschland, der langsame Datenverkehr. Hier müsse sich schnell etwas ändern.

Und wohin geht die Reise? Dr. Caspar setzt auch in Zukunft auf die Zusammenarbeit mit stationären Optikern und will die Internationalisierung von Mister Spex weiter vorantreiben. Ebenfalls ein Projekt für die Zukunft: die Entwicklung und Produktion von Lasertechnologien rund um das Thema Sehen.

Bilder der Veranstaltung gibt's hier >>