Aus der Tiefe des Raums

Wie gut sind Unternehmen gegen Cyberangriffe geschützt?

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Foto: Businessfotografie Inga Haar

Kundendaten, Unternehmensdaten, Firmengeheimnisse, Patente: Wie groß ist die Bedrohung durch Cyberangriffe wirklich? Und: Wie kann man sein Unternehmen besser dagegen schützen?

Bei dieser Ausgabe unserer Reihe "Politik und Wirtschaft" zeigte sich schnell, dass der digitale Wandel auch seine Schattenseiten hat: Nach eine thematischen Einführung durch Torsten Merke, den Präsidenten des Verbandes für Sicherheit in der Wirtschaft Berlin-Brandenburg, demonstrierte Informatik-Student Sebastian Neef per Live-Hack, wie leicht es ist, sich von außen Zugriff auf vermeintlich geschlossene Netzwerke zu verschaffen. Neef zeigte, mit welchen Suchmaschinen auf Steuerungssystem von z.B. Biogasanlagen zuzugreifen wäre oder wie man ohne große Mühen zu Bildern von Überwachungskameras in Produktionsfirmen kommt. Erschreckend und anschaulich zugleich.

Viel Überzeugungsarbeit nötig

In der nachfolgendenvon Gabor Beyer (Vorsitzender des Ausschusses Intelligente Infrastruktur im VBKI) moderierten Diskussion diagnostizierte das Panel ein weit verbreitetes Awareness-Problem. Es fehle einfach das Bewusstsein für die Problematik.  „Die Digitalisierung hat uns überholt“ sagte Dirk Arendt von Checkpoint Software Technologies, und die Sicherheit sei bislang nicht nachgezogen. Thomas Reinicke von Bosch Sicherheitssysteme und Stephan Boy vom Kompetenzzentrum Kritische Infrastruktur sekundierten. „Die dunkle Seite der Macht bleibt abstrakt“, sagte Boy, und deswegen verschlüssele kaum jemand seine Mails oder wisse, wie gut sein smartes Zuhause oder seine Firmendaten geschützt seien. Alle waren sich einig in dem Befund, dass gerade in den Unternehmen noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden müsse – vor allem gegenüber dem Controlling, das immer erstmal frage, was diese hohen Investitionen in eine digitale Sicherheitsachitektur bringen?

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Wer mehr inhaltliche Details über den Abend erfahren möchte, findet dieses Mal auch etwas in der Bildergalerie. Sophie Schrader hat die Diskussion graphisch mitgezeichnet „Graphic Recording“ und das Original Kunstwerke hängt nun im Empfang des KKI am EUREF-Campus.

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier >>