Appell an den Bürgersinn

Lesepaten zwischen Buchdeckeln

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Foto: VBKI

Die Gründerin des Bürgernetzwerks Bildung, die ehemalige Berliner Schulsenatorin Sybille Volkholz, zieht ein Fazit. Mit ihrem Resümee hat sie zugleich einen Leitfaden für die Praxis vorgelegt – zur Nachahmung empfohlen.

Lesen kann man lernen und gesellschaftliches Engagement auch, heißt es im Verlagsprogramm zum Buch von Sybille Volkholz. Mit ihrem Band „Lesepaten in Berlin oder wie man Bildung zur gesellschaftlichen Aufgabe macht“ zieht die Gründerin des Bürgernetzwerks Bildung Bilanz ihrer bis heute überaus erfolgreichen Initiative: Über 2.000 ehrenamtliche Lese-/Lernpaten, darunter Senioren, Studierende und Berufstätige, engagieren sich einmal pro Woche für die gute Sache und lesen benachteiligten Kindern in mehr als 280 Berliner Schulen und Kitas vor.

Die ehrenamtlich Helfenden gestalten aktiv das Leben in der Stadt und übernehmen mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement, ganz selbstverständlich, auch Verantwortung. Dabei kommen – frei nach dem Motto „Bildungsbürgertum trifft Kiez“ – durchaus sehr unterschiedliche Welten zusammen. Dass damit auch Schwierigkeiten verbunden sind, und wie Helfende diesen begegnen können, auch darauf gibt die ehemalige Berliner Schulsenatorin in ihrem Buch Antworten. Zahlreiche Erfahrungsberichte von Lesepaten und ein „Leitfaden zur Nachahmung“ sind nicht nur für Einsteiger gute Hilfestellungen. Sybille Volkholz macht deutlich: Bildung ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die uns alle angeht. Sie lässt sich, wie die Lesepaten Woche für Woche beweisen, gemeinsam gut bewältigen.

Sybille Volkholz „Lesepaten in Berlin oder wie man Bildung zur gesellschaftlichen Aufgabe macht“

2011, 156 Seiten, broschiert, mit zahlreichen, meist farbigen Abbildungen, 14,90 €, ISBN 978-3-8309-2500-2